Heimatschutzgesellschaft Grüningen (HSG)





Historische Gebäude

Die Leidenschaft der Heimatschutzgesellschaft gilt den wertvollen und schützenswerten Gebäuden in der Gemeinde. Einige der prunkvollen Riegelbauten befinden sich im Besitze der HSG und wurden fachgerecht renoviert. Jetzt können sich die Mieter der Wohnungen an dem besonderen Ambiente und dem Hauch der Geschichte, die diesen Gebäuden anhaften, erfreuen. 


1 Altes Gerichtshaus
2 Mangihus
3 Altes Pfarrhaus
4 Haus zum Stadtbrunnen
5 Müli
6 Binzikerhus

 

Unsere Wohnungen sind jeweils auf Homegate ausgeschreiben.

Altes Gerichtshaus

 

 

  

Als erstes Haus erwarb die HSG im Jahre 1966 das Alte Gerichtshaus, das vorher während Jahrzehnten den in der Weberei der Firma Albrecht & Morgen an der Gerbistrasse tätigen Italienerinnen als Unterkunft diente. Gleichzeitig kaufte die HSG 1966 das ans Alte Gerichtshaus angebaute und gegen den Chratzplatz orientierte Haus am Aspermont, welches aber 1993 an eine Grüninger Familie verkauft wurde.

Das beim ehemaligen Stadttor stehende Haus prägt zusammen mit dem Gasthaus Hirschen den Ostzugang des Stedtlis. Bis 1590 stand an dieser Stelle ein Turm, den die Bündner Herren zu Aspermont erbaut und bewohnt hatten. Das heutige Gerichtshaus entstand im Jahr 1613, es diente anfänglich als Richthus für das Landgericht, später bis zur Auflösung der Landvogtei für das Herrschaftsgericht. Von 1816 bis 1831 tagte im Haus das Bezirksgericht des Oberamtes. Ab 1619 bis 1856 befand sich ausserdem im Haus die Taverne zum „Löwen“.

1973/74 wagte sich der Vorstand an die Restauration, die sowohl der historischen Substanz des Gebäudes als auch den Bedürfnissen des zeitgemässen Wohnens gerecht werden sollte. Die ehemalige Gerichtsstube im zweiten Obergeschoss ist fachgerecht instandgestellt und dient den Mietern als Wohnstube. Die Stube enthält eine prächtige Kassettendecke, zwei Renaissance-Fenstersäulen mit der Jahrzahl 1613 und einem prachtvollen Kachelofen.

Das Alte Gerichtshaus ist nicht in mehrere Wohnungen unterteilt, sondern wird als 6-Zimmer-Einfamilienhaus vermietet.


Mangihus

 

 


   1967 kaufte die Heimatschutzgesellschaft das kleine, am Eiergässliplatz liegende, Mangihus. Der Name stammt vom angrenzenden Wohnhaus, in dem früher während langer Zeit eine Färberei betrieben wurde. Vor dem Kauf befand sich im Mangihus eine Kleinwohnung und im Parterre ein Coiffeurladen.

Nach der Erneuerung im Jahre 1969 wurde in diesem kleinen Haus bis im Sommer 2003 das beliebte Fachgeschäft „zum Wullechnäuel“ betrieben. Im Herbst 2003 richtete das Heimatwerk Züri Oberland im Mangihus einen Zweitladen neben seinem Hauptgeschäft in Bauma. ein. Allerdings ohne Erfolg. Der Laden musste im Januar 2005 wieder aufgegeben werden.

Seit dem Frühjahr 2005 ist das schmuckes Häuschen als Glas- und Porzellangeschäft vermietet, im Obergeschoss ist das dazugehörende Atelier eingerichtet.

Altes Pfarrhaus

 

 


  

1981 erwarb die Heimatschutzgesellschaft das prächtige Riegelhaus am Südeingang des Stedtlis - das Alte Pfarrhaus. Als solches diente es von 1678 bis 1832, bevor das Pfarramt die Pfarrwohnung im nicht mehr von Amtsmännern benützte Schloss umsiedelte.

Die HSG unterzog 1984 das Haus im Innern und Äussern einer gründlichen Restauration. Die vor Umbau nicht bestandene Trennung der drei Wohnungen konnte mit einem neuen strassenseitigen Hauseingang mit Treppenhaus herbeigeführt werden. Mit der Restauration erfolgte auch eine fachgerechte Instandstellung des prächtigen Riegelfachwerkes, der den Südzugang zum Städtchen massgeblich prägt.


Haus zum Stadtbrunnen

 

 


  

Besonders unter dem Durchgangsverkehr leiden die Fassaden vom Haus zum Stadtbrunnen am Chugelgässli. Das 1972 erworbene Wohnhaus wurde 1978/79 restauriert. Neu entstanden eine Kleinwohnung, zwei Familienwohnungen und eine reizvolle Dachwohnung.

Im Erdgeschosslokal gegen das Chugelgässli befand sich vor dem Umbau ein Feuerwehr-Gerätelokal. Heute ist der Raum als einfacher Geschäftsraum eingerichtet. Die Kleinwohnung im Erdgeschoss dient der Heimatschutzgesellschaft als Chronikstube.



Müli

 

 


  

Ein grosser Lupf bedeute 1983 der Erwerb der Müli, welche unterhalb des Dammes auf der Südseite des Stedtlis liegt. Die ganze Liegenschaft war zum Kauf angeboten. Die Politische Gemeinde und die HSG teilten sich den Ankauf. Die HSG erwarb das Müli-Wohnhaus und das Mülihüsli, die Gemeinde die Scheune, das Schopfgebäude sowie das Umgelände samt Weihergebiet.

Für den Mühlebetrieb brachte der Aabach das Wasser. Die Mühle wurde mit zwei grossen Wasserrädern betrieben, die 1913 verschwanden. An deren Stelle besteht eine Turbinenanlage, die vor einigen Jahren instandgestellt worden ist und in Funktion gesetzt werden kann.

Im von der HSG 1988 restaurierten Mülihaus mit seinen ehemals dreizehn Zimmern stehen heute drei Wohnungen zur Verfügung. Die wertvollen alten Stuben- und Kammereinrichtungen sind erhalten geblieben. Im Untergeschoss befindet sich der Mülikeller, er dient der HSG für besondere kulturelle Anlässe. Im kleinen Mülihüsli neben dem Wohnhaus befindet sich das Zinnfigurenmuseum. In der Scheune konnte ein Imkereimuseum eingerichtet werden. Der Imkereiverein des Bezirkes Hinwil sorgt für dessen Betrieb.


Binzikerhus

 

 


   Beim oberen Dorfbrunnen in Binzikon prägt ein in zwei Wohnteile unterteiltes Wohnhaus mit grossem Walmdach das Strassen- und Ortsbild um den Gasthof „Adler“ - das Binzikerhuus. Der nördliche Hausteil war von 1888 bis 1971 Wohn- und Arbeitsstätte einer Schneiderei. Die Gesellschaft entschloss sich 2008 zu einem Kauf des überalteten Hausteiles und hat diesen 2010 unter Wahrung der alten Bausubstanz einer gründlichen Restauration unterzogen.