Heimatschutzgesellschaft Grüningen (HSG)





Porträt der Heimatschutzgesellschaft

 

Gründung

In den dreissiger Jahren des letzten Jahrhunderts setzten sich einige initiative Bürger für die Erhaltung von Schloss und Städtchen ein. Zudem wollten sie anderen Einwohner die Geschichte des Schlosses näherbringen. Während der Vorbereitungen für die Feier zum 900-jährigen Bestehen von Grüningen im Jahre 1938, reifte der Gedanke, ein eigenes Museum zu schaffen. Der bald folgende Weltkrieg stoppte jedoch vorerst dieses Vorhaben.Gleich nach Kriegsende setzte der Verkehrsverein eine Heimatschutzkommissionfür eine Museumsgründung ein. Im Oktober 1947 war es soweit und die beiden Initianten - Posthalter Paul Oberholzer und Lehrer Alfred Kübler - konnten das Museum im Schloss im Oktober 1947 eröffnen. 1964 wurde die Heimatschutzkommission vom Verkehrsverein getrennt und neu als Heimatschutzgesellschaft HSG Grüningen weitergeführt. Der erster Präsident war Posthalter Paul Oberholzer. In den Gründungsjahren zählte der Verein rund 30 Mitglieder. Seither ist die Zahl auf rund 500 Mitglieder angewachsen.

Im Laufe ihres Bestehens hat sich das Tätigkeitsfeld der HSG beträchtlich erweitert. Nebst der Betreuung des Schlossmuseums ist ein Zinnfigurenmuseum geschaffen worden. Die Gesellschaft organisiert und unterstützt Märkte und kulturelle Anlässe. Sie vermittelt auch Ortsbild- und Bauberatungen in historischen Fragen, vor allem für schutzwürdige Bauten. Sie hat über die Jahre verschiedene historische Gebäude erworben und restauriert, die sie nun pflegt und vermietet. Seit 1977 ist die Heimatschutzgesellschaft durch ihren langjährigen Präsidenten Emil Gehri geprägt.

Finanzierung

Die ersten Einnahmen der HSG enstanden durch den Verkauf von Talern, wodurch der Erwerb des alten Gerichtshauses finanziert wurde. Das Vereinsvermögen vergrösserte sich weiter durch den Kauf, die Renovation und den Wiederverkauf von andern Liegenschaften. Heute besteht die grösste Einnahmequelle aus den Mietzinsen der diversen HSG-Gebäude, den Mitgliederbeiträgen sowie den allerdings kleinen Erlösen der Marktaktivitäten.

Auszeichnungen

Die Tätigkeit der HSG und der Gemeinde erfuhren 1976 eine besondere Würdigung. Als Dank für die Bemühungen von Gemeinde und der Heimatschutzgesellschaft, erhielt Grüningen als fünfte Schweizer Gemeinde 1976 vom Schweizer Heimatschutz den Henri-Louis-Wakker-Preis verliehen. Mit den Worten "Der Initiative ihres Vorstandes ist es zu verdanken, dass eine Reihe städtebaulich und historisch wichtige Bauten gerettet werden konnten." unterstrich der Schweizer Heimatschutz die Absichten der HSG.

Im Jahre 2001 wurde Grüningen durch die Ernst und Hanna Hauenstein-Stiftung für den Stadtbrunnen der Brunnenpreis verliehen. Die HSG stand dabei beratend zur Seite.